Welches Sextoy soll man wählen? Je nach angestrebtem Ziel fällt die Antwort nicht immer gleich aus.
Bei der Auswahl eines Sextoys spielen immer bestimmte Kriterien eine Rolle, ganz gleich, um welche Zubehörkategorie es geht. Dazu gehört insbesondere das Material, aus dem es besteht und das körperverträglich sein sollte. Phthalate sowie andere giftige Bestandteile wie Mineralöle sollte man vermeiden.
Nehmen wir an, wir berücksichtigen nur Accessoires, die einige grundlegende Qualitätskriterien erfüllen. Damit bleibt uns trotzdem eine große Auswahl an Möglichkeiten.
Nachdem diese erste Auswahl getroffen ist, auf welche Art von Sextoy sollte man sich konzentrieren? Das hängt ganz davon ab, wonach Ihnen ist:
Schnelle klitorale Orgasmen
Ein ultra-starker Klitoris-Vibrator
Auf welche Kriterien sollte man achten?
- Die Stärke der Vibrationen. Das ist der wichtigste Punkt.
- Die Lautstärke: Ultra-starke Vibratoren sind laut. Kein Wunder, sie vibrieren kräftig. Aber manche machen trotzdem mehr Krach als andere.
- Die Stromversorgung: Manche von ihnen werden an die Steckdose angeschlossen. Das bedeutet oft ultra-heftige Vibrationen, bringt aber auch ein paar technische Einschränkungen mit sich: Auf keinen Fall Wasser in der Nähe, beim Masturbieren in Steckdosennähe bleiben müssen, das Kabel …
Ein paar Tests dazu
- Mit Kabel: der Europe Magic Wand, der Doxy Massager, der Einhorn-Vibrator Tokidoki x Lovehoney.
- Kabellos: die Smart Wands von LELO, in den Versionen Medium und Large, oder der Zauberstab-Vibrator Mantric von Lovehoney.
Ein Klitoris-Stimulator, der die Klitoris umschließt
Auf welche Kriterien sollte man achten?
Die Stärke der Saugwirkung und der Pulsationen:
- Manche Klitoris-Stimulatoren, die die Klitoris umschließen, wie die Womanizer oder die Satisfyer, saugen die Klitoris an und geben dabei Pulsationen ab. Die Intensitätsstufen sind je nach Modell unterschiedlich stark.
- Andere, wie der Sona Cruise von Lelo, beschränken sich darauf, punktuell, aber sehr stark zu pulsieren.
- Hier kommt es ganz auf die Empfindlichkeit Ihrer Klitoris an. Die ist von Anatomie zu Anatomie sehr unterschiedlich. Für manche Frauen muss man darauf achten, dass das Gerät nicht zu stark wird, sonst wird es unangenehm. Andere wiederum langweilen sich mit einem zu laschen Saugvibrator.
Ein paar Tests dazu
- Saug- und Pulsationsvibratoren: der Womanizer Liberty, der Satisfyer Pro 2.
- Sonic-Pulsatoren: der Sona oder der Sona Cruise von Lelo.
Klitorale Orgasmen in Ihrem eigenen Tempo
Ein klassischer Vibrator
Ein Vibrator, dessen vibrierender Bereich sich leicht mit der Klitoris in Kontakt bringen lässt.
Auf welche Kriterien sollte man achten?
- Vermeiden Sie trotzdem zu schwache Vibrationen: An der Klitoris sind schwache Vibrationen wirkungslos.
- Ein weiches oder sehr sanftes Material ist in der Regel angenehmer.
- Wenn Sie die Empfindungen gerne nach und nach steigern, wählen Sie einen Vibrator mit einem Potentiometer. Leider werden solche Details in der Beschreibung eines Sextoys beim Kauf nur selten angegeben, dabei sollte man dieses Kriterium nicht außer Acht lassen.
Ein paar Tests dazu
- Minis: der Touch von We Vibe, der LELO Mia 2,
- Wärmt sich auf: der Womolia Heat,
- In Tierform: der Dolly Dolphin oder der Patchy Paul von Fun Factory.
Stimulation des G-Punkts
Ein gebogenes Sextoy
Ein gebogener Vibrator oder Dildo, oder einer mit einer gekrümmten Spitze.
Auf welche Kriterien sollte man achten?
- Die Größe ist dabei nicht besonders wichtig (etwa zehn Zentimeter Länge reichen aus), und auch die Vibrationsstärke spielt keine große Rolle.
- Eine breite, abgerundete oder flache Spitze kann hilfreich sein.
Ein paar Tests dazu
- Bei den Dildos: der Tantus Splash aus Silikon, die Orchidée von Idée du Désir aus Holz, der Pure Wand von Njoy aus Edelstahl, der Corkscrew von Fucking Sculptures aus Glas.
- Bei den Vibratoren: die Lelo Gigi 2 und Mona 2 oder der MyPleasure von Goliate.
- Und bei den Pulsatoren: der Stronic G von Fun Factory.
Vaginale Stimulation, ohne gezielt den „Punkt“ G anzusteuern
Ebenso ein länglicher Vibrator oder ein Dildo.
Auf welche Kriterien sollte man achten?
Auch hier sind Form und Textur des Gegenstands sehr wichtig.
Bei diesen beiden Punkten hängt manches von Ihrem Geschmack ab:
- Die Oberfläche: Sie kann glatt oder strukturiert sein. Manche Texturen sind angenehmer als andere, aber das merkt man erst bei der Anwendung.
- Die Maße: lang oder kurz, breit oder schmal – das entscheiden Sie.
Andere Kriterien sind allgemeiner:
- Keine unangenehmen Empfindungen, keine rauen Oberflächen usw.
Anale Stimulation
Ein Analplug
Auf welche Kriterien sollte man achten?
Bei Analplugs hängt Ihre Wahl auch davon ab, wie Sie sie verwenden möchten.
- Wollen Sie ihn nur für kurze Zeit tragen, während des Sex oder einer Masturbationssession?
- Oder länger? Um damit spazieren zu gehen, für ein Spiel über mehrere Stunden usw. …
Im zweiten Fall sollten Sie sehr darauf achten, dass der Plug bequem ist und beim Sitzen oder Gehen nicht stört.
Siehe unseren Ratgeber: Einen Analplug auswählen: Tipps und Kriterien.
Ein paar Tests dazu
- Aus Holz: der Plug von Idée du Désir.
- Aus Silikon: der Nexus G-Play.
- Oder aus Metall: der Rosebuds Cristal.
Ein Dildo mit breitem, flachem Fuß
Bei Dildos sollte man auf die Form des Fußes des Sextoys achten.
Ist dieser viel breiter als der Rest des Gegenstands, verhindert das, dass er ganz in Ihrem Popo verschwindet. Und damit auch jedes mögliche Problem mit einem feststeckenden Sextoy.
Siehe unseren Ratgeber: Einen Dildo auswählen.
Ein paar Tests dazu
- Realistisch: der Mustang von Vixen Creations.
- Ultrarealistisch: der RealCock 2.
- Schlicht: der Fun Factory Tiger.
- Bunt: der Tantus Comet oder der Pride Dildo.
Gleichzeitige Stimulation von Vagina und Klitoris
Ein Rabbit, ein vibrierendes Sextoy mit zwei Armen, von denen der eine die Klitoris stimuliert und der andere in die Vagina eindringt.
Auf welche Kriterien sollte man achten?
Es gibt zwei Arten von Rabbits: die, die wie ein Hase aussehen, und die anderen. Zunächst einmal sollten Sie sich darüber klar werden: Wollen Sie ein Sextoy in Hasenform oder nicht?
Sobald diese Frage geklärt ist, sollten Sie sich die Bewegungen der beiden Teile ansehen (desjenigen, der die Klitoris stimuliert, und desjenigen, der die Vagina stimuliert):
- Die Motoren: Ein gutes Rabbit sollte mindestens zwei Motoren haben, damit sich die beiden Enden des Sextoys unabhängig voneinander bewegen können. Außerdem lassen sich die Vibrationen bei nur einem Motor nur schwer richtig auf beide Arme des Sextoys übertragen.
- Die Vibrationsstärke: Was die Stärke betrifft, sollten Sie vor allem auf die Vibrationen des Rabbit-Kopfes achten, der die Klitoris stimuliert.
- Die Bewegung des Teils, der die Vagina stimuliert. Je nach Modell kann er vibrieren, pulsieren, sich drehen oder sich vor und zurück bewegen. Er kann auch Reihen von Kügelchen enthalten, die sich unter der Oberfläche drehen. Hier kommt es auf den persönlichen Geschmack an.
Ein paar Tests dazu
- Hase: der Sexy Bunny 2
- Kein Hase: der LELO Ina 2
Ihre Partnerperson penetrieren, wenn Sie keinen Penis haben
Ein Strap-on-Gurt
Manche Harnesses lassen sich mit jedem beliebigen Dildo mit flachem Fuß bestücken. Andere haben patentierte Befestigungssysteme und sind nur mit Sextoys derselben Marke kompatibel, und wieder andere haben einen einzigen, eigens dafür vorgesehenen Dildo.
Auf welche Kriterien sollte man bei der Wahl eines Harness achten?
- Der Tragekomfort der Riemen: Falls vorhanden, sollten sie verstellbar und eventuell ein wenig dehnbar sein.
- Der Tragekomfort des verwendeten Materials. Es gibt Harnesses aus Stoff, Leder und PVC. Harnesses aus PVC können unbequem sein. Wenn das Accessoire nicht besonders gut angepasst ist (zum Beispiel mit mehreren verstellbaren Riemen an Stellen, an denen die Maße von Person zu Person variieren), ist es besser, ein dehnbares Material zu wählen, das angenehmer zu tragen ist.
- Der feste Sitz des Sextoys, das daran befestigt wird. Damit es sich leicht „manövrieren“ lässt, sollte der Fuß des Sextoys möglichst eng an Ihrem Körper anliegen, ohne zu „schlackern“. Das hängt stark davon ab, wie gut sich der Harness eng an den Körper anpassen lässt. Daher lohnt es sich, ein elastisches Material zu wählen.
- Die Größe: Bei Harnesses mit verstellbaren Riemen gibt es in der Regel recht viel Spielraum. Und die Maße sind oft in der Beschreibung des Harnesses im Shop, der ihn verkauft, oder auf der Website des Herstellers angegeben. Manche Harnesses gibt es in mehreren Größen. In diesem Fall findet man meistens zusätzliche Informationen, anhand derer man die passende Größe bestimmen kann: Größentabellen mit den jeweiligen Maßen, Anleitungen zum Ausmessen. Bei Harnesses in Unterwäscheform, die sich kaum anpassen lassen, muss man bei der Größe genauer sein.
- Die Kompatibilität des Befestigungssystems, damit Sie wissen, mit welchem Dildo Sie den Harness tragen können.
Auf welche Kriterien sollte man bei der Wahl eines Sextoys für einen Harness achten?
- Dieselben Kriterien wie bei einem klassischen Dildo.
- Natürlich sollte man sich vergewissern, dass der Dildo mit Ihrem Harness kompatibel ist.
- Auch auf seine Form sollte man achten, insbesondere auf die Größe seines Fußes und die Ausrichtung des Sextoys im Verhältnis dazu. Es geht darum abzuschätzen, ob es im Harness gerade bleibt oder schräg steht und ob der Winkel geeignet ist, um Ihre Partnerperson zu befriedigen.
Ein paar Tests dazu
Ein Feeldoe
Sie können auch ein Feeldoe wählen, eine Art tragbarer Penis, der durch das Anspannen der Beckenbodenmuskeln in der Vagina oder im Anus gehalten wird.
Ein paar Tests dazu
- Ohne Vibration: das Tantus Feeldoe.
- Mit Vibration: der ShareVibe von Fun Factory.
Ihren Penis stimulieren
Ein Masturbator.
Manche Masturbatoren werden mit Hin-und-her-Bewegungen penetriert und imitieren so das Gefühl, das man beim Penetrieren einer Partnerperson hat. Dazu gehören „realistische“ Modelle, die versuchen, das Aussehen eines Körperteils nachzubilden, und abstraktere Designs.
Andere vibrieren oder drehen sich um den Penis.
Auf welche Kriterien sollte man achten?
- Die Maße: Es ist wichtig, dass die Maße des Masturbators zu denen Ihres Penis passen. Ein Sextoy, das Ihren Pimmel nicht berührt, bewirkt gar nichts. Ein zu kurzer Masturbator kann schmerzhaft sein, wenn Ihre Eichel gegen den Boden stößt, oder einfach einen Großteil der Empfindungen verderben, wenn der Penis am anderen Ende wieder herauskommt.
- Realistisch oder nicht? Manche Sextoys setzen auf „Realismus“. Bei den Empfindungen und manchmal sogar beim Aussehen. Sie versuchen, so gut es geht, die Empfindungen nachzuahmen, die man beim Penetrieren einer Partnerperson hat. Aber Küsschen gibt es von ihnen nicht. Noch nicht. Sie müssen selbst entscheiden, ob Ihnen dieses Kriterium wichtig ist.
- Die Vibrationen: Ein Sextoy, das vibriert, erzeugt Empfindungen, die sich ziemlich stark von denen bei einer Penetration unterscheiden, aber es kann interessant sein, sie auszuprobieren. Bei diesem Kriterium kommt es ganz darauf an, welche Art von Stimulation Sie suchen.
Ein paar Tests dazu
- Tenga: der 3D Polygon, das Egg Spider, das Flip Hole (in den Versionen Red und Silver)
- Fleshlight: der Alien
Nicht zu vergessen sind Penisringe, mit oder ohne Vibration, Prostatastimulatoren, vibrierende Eier und Sextoys mit ungewöhnlicheren Konzepten wie das We Vibe oder das LELO Tiani – Spielaccessoires, die ebenfalls ihre Besonderheiten und eigenen Auswahlkriterien haben. Aber das ist Stoff für einen nächsten Artikel.











