Die Sextoy-Marke Lelo hat gerade einen neuen Klitorisstimulator auf den Markt gebracht: den Sona Cruise, den ersten „sonischen Pulsator“.
Lange Zeit zählte Lelo zu meinen Lieblingsmarken, doch in letzter Zeit ließ mich die Marke etwas unbefriedigt zurück. Sexspielzeuge, die sich drehen und herumwirbeln, aber schwächer vibrieren als ihre Vorgänger. Seltsame Experimente wie der Tara, der Ida und der Ora, deren Originalität nicht ausreichte, um mich zu überzeugen … Und schließlich eine unerklärliche Preiserhöhung bei den „alten“ Modellen. Hatte sich die Marke in den Irrungen und Wirrungen des sexuellen Snobismus verloren und war dazu verdammt, nur noch 24-karätige Sextoys zu verkaufen, mit denen man sich mit hochgestrecktem kleinen Finger masturbiert? Mussten wir darauf verzichten, neue orgasmische Wunderwerke vom Kaliber des Mona 2, des Smart Wand oder des Gigi 2 zu entdecken?
Haltet euch fest, denn Lelo ist mit dem SONA Cruise zurück – und wie! Es handelt sich um einen Vibrator mit einer Aufsatzöffnung, die die Klitoris umschließt, ähnlich wie beim Womanizer und Satisfyer.
Ich höre eure gelangweilten Seufzer schon: „Noch ein Womanizer-Klon? Davon gibt es doch schon jede Menge …“ Doch der Sona Cruise spielt in einer ganz anderen Liga. Zunächst einmal handelt es sich nicht um einen Sauger: Er erzeugt Wellen aus sonischen Pulsationen, die tief in die Klitoris vordringen.
Hier ist unsere Meinung zum Sona Cruise von Lelo.
Bevor wir zur Sache kommen, sei erwähnt, dass es von diesem Sextoy auch eine „abgespeckte“ Version gibt: den Sona (ohne Zusatz), der erschwinglicher ist. Doch dazu später mehr.
Verpackung des Sextoys
Die Verpackung, eine Kartonbox mit einem Kunststofffenster, durch das man das Sextoy sehen kann, ist schlicht und elegant. Sie ist weniger stabil als die früheren LELO-Boxen und zum Wegwerfen gedacht.
Ein Aufbewahrungsbeutel aus Satin ist im Lieferumfang enthalten.
Aussehen des LELO Sona Cruise
Was den ersten optischen Eindruck angeht, ist der LELO Sona Cruise meilenweit von den ersten Womanizern entfernt. In wenigen Worten zusammengefasst: Er ist schlicht und hübsch.
Das kleine, rundliche Gerät ist ganz geschwungen, liegt in der Handfläche und schmiegt sich ihrer Form an. Seine konkave Rückseite ist mit einer silberfarbenen Metallplatte bedeckt, die lediglich das Markenlogo ziert. Der Rest des Sextoys ist einfarbig und hat eine Art hohlen „Schnabel“ (anders als bei Womanizer und Satisfyer besteht der Sona aus einem Stück und hat keinen abnehmbaren Aufsatz). Unter diesen „Schnabel“ kommt die Klitoris – und dort entfaltet sich die Magie.
Den Sona Cruise gibt es in drei Farben: Rosa, Fuchsia und Schwarz. Wir haben die rosafarbene Version erhalten.
Textur und Materialien
Der Korpus des Sona Cruise besteht aus Silikon, das fest und steif, aber sehr weich ist und eine „Pfirsichhaut“-Oberfläche hat; die Platte auf der Rückseite besteht dagegen aus ABS-Kunststoff. Beide Materialien sind körperverträglich.
Stromversorgung
Der Sona Cruise ist wiederaufladbar. Sein Ladekabel (das bei allen LELO-Sextoys dasselbe ist, mit Ausnahme des Smart Wand Large) hat einen proprietären Stecker, den man an die Basis des Sextoys anschließt, und am anderen Ende einen USB-Stecker.
Natürlich ist er vollständig wasserdicht (von Lelo hätten wir auch nichts anderes erwartet), und nach dem Aufladen reicht der Akku für zahlreiche Anwendungen.
Bedienelemente und Modi des Sona Cruise
Die Bedienelemente des Sona Cruise befinden sich auf seiner gewölbten Seite. Er hat drei Tasten: eine „Minus“-Taste, zwei Pfeile und eine „Plus“-Taste.

- Mit der „+“-Taste kann man das Sextoy einschalten und seine Intensität erhöhen.
- Mit den Pfeiltasten kann man zwischen den verschiedenen Modi wechseln.
- Mit der „-“-Taste kann man die Intensität verringern und das Sextoy schließlich ausschalten.
Der Sona Cruise hat acht Modi, die sich jeweils in 8 Intensitätsstufen einstellen lassen:
- einen Dauerbetrieb
- drei Pulsationsmodi (langsam, mittel, schnell)
- zwei Sägezahn-Modi
- einen Wellenmodus
- einen Zufallsmodus
Der Sona Cruise von Lelo neben dem Gary O2 von Tantus, dem Fairy Mini und dem Europe Magic Wand
Lautstärke
Wie laut der Sona Cruise ist, hängt stark davon ab, ob er an die Klitoris gedrückt wird oder „leer“ läuft. Im Leerlauf gibt er einen eher tiefen, deutlich hörbaren Ton von sich, der aber weniger unangenehm ist als das Furzgeräusch des Womanizers. Sobald er auf der Klitoris sitzt, wird der Ton gedämpft und ist viel leiser.
Funktionsweise
Wie der Womanizer oder der Satisfyer hat auch der Sona Cruise einen hohlen Aufsatz, in den die Klitoris hineinragt, sodass eine größere Fläche stimuliert wird.
Seine Funktionsweise unterscheidet sich von der der Womanizer und Satisfyer. Denn es gibt keinen Saugeffekt, sondern sonische Pulsationen (wie bei manchen Zahnbürsten!), die die Klitoris umschließen und sich in ihr bis tief ins Innere ausbreiten.
Die Cruise-Control-Funktion
Eine weitere Neuheit ist die „Cruise Control“. Hinter diesem Namen, der einer Science-Fiction-Serie würdig ist (ich kann mir gut vorstellen, wie eine Roboterstimme verkündet: „Cruise Control des Raumschiffs aktiviert. Sprung in den Hyperraum in 15 Sekunden“), steckt ein cleverer Kniff.
Im „Normalbetrieb“ läuft das Sextoy nur mit 80 % seiner maximalen Leistung. Die übrigen 20 % sind besonderen Situationen vorbehalten. Denn wenn man einen Vibrator benutzt, kann es manchmal im Eifer des Gefechts passieren, dass man ihn gegen die Klitoris drückt – vor allem, wenn der Orgasmus naht und man die Empfindungen maximieren will, ohne dabei unbedingt jede Bewegung perfekt unter Kontrolle zu haben. Für den kleinen Motor eines Sextoys ist es nicht leicht, diesem Druck standzuhalten, was dazu führen kann, dass die Vibrationen schwächer werden.
Um genau das zu verhindern, spielt der Sona Cruise seinen Trumpf aus und schaltet automatisch die zusätzlichen 20 % Leistung frei, um den Motor anzutreiben. So ist kein Intensitätsverlust zu spüren, und nichts hält einen auf dem Weg zum Orgasmus auf.

Der Sona Cruise ist nicht der erste Vibrator mit einem „Turbo“-Modus für besondere Gelegenheiten. Doch erstens schaltet sich die Cruise Control automatisch zu, ohne dass man irgendeine Taste drücken muss. Zweitens ist dieser Leistungsschub keineswegs ein Ersatz für fehlende Intensität, wenn er gerade nicht aktiviert ist. Der Sona Cruise hat mehr als genug Power.
Der Sona von LELO, der eineiige Zwilling des Sona Cruise, hat keine Cruise Control … Ich habe den Sona ohne Cruise * zwar nicht getestet, aber offenbar ist das der einzige Unterschied zwischen den beiden Sextoys. Dafür ist der Sona günstiger.
(*) Nachtrag (16. Dezember 2012): inzwischen schon: [Lest unseren Sona-Test].
Wirksamkeit
Obwohl mich die ersten Womanizer – anders als die meisten ihrer Nutzerinnen – in Sachen Empfindungen nicht vollständig überzeugen konnten, hat mich der Sona Cruise sofort für sich gewonnen.
Der größte Nachteil der Womanizer, Satisfyer und anderer Sauger ist für mich, dass sie sich nur schlecht an „bewegte“ Situationen anpassen. Wenn ein Sauger im Eifer des Gefechts auch nur kurz von seiner millimetergenauen Position über der Klitoris abrutscht und auch nur ein winziger Luftspalt entsteht, geht der Saugeffekt verloren – und man muss von vorn anfangen.
Beim Sona Cruise und seinen sonischen Pulsationen gibt es keinen Saugeffekt, daher hat man dieses Problem nicht.
Der Sona Cruise neben dem Satisfyer 2, dem Womanizer W500 (links), aber auch dem Womanizer Pro 40, dem Brunnen der Jugend und dem Satisfyer Pro 2 (rechts)
Ein weiterer Punkt: Der Sona Cruise hat eine enorme Power. Seine Pulsationen sind deutlich stärker als die der Sauger, sogar auf der niedrigsten Intensitätsstufe … Da es insgesamt acht Stufen gibt, könnt ihr euch ausmalen, was die höchste draufhat.
Wenn eure Klitoris extrem empfindlich ist und euch schon der Womanizer zu grob ist, ist der Sona Cruise vielleicht nicht das richtige Sextoy für euch. Aber wenn euch der Womanizer etwas zu schwach vorkommt oder ihr einfach bereit seid, bei den Empfindungen eine Stufe höher zu schalten, dann greift zu: Der Sona Cruise ist genau das Richtige für euch.
Fazit zum Lelo Sona Cruise
- Seine beeindruckende Wirksamkeit. Was die Empfindungen angeht, ist er mit einem Womanizer-Klon vergleichbar, aber viel besser, intensiver und weniger abhängig von der Position.
- Sein Aussehen: Endlich ein hübscher Sauger! Bislang lautete der Schönheitsrekord in dieser Kategorie: „Nicht allzu hässlich, sieht aber immer noch aus wie ein medizinisches Instrument.“ Das Lelo-Design hat hier seine Wirkung entfaltet – und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Sona Cruise ist ein Lustobjekt, das man gern anschaut.
- Er besteht aus Silikon, ist wasserdicht, hat einen guten Akku und intuitive Bedienelemente … Kurz gesagt: ein hochwertiges, praktisches und gut durchdachtes Sextoy.
Die Minuspunkte:
- Der Preis, sobald es keine Rabattaktion mehr gibt? Seit seinem Erscheinen wird der Sona Cruise aktuell als „reduziert“ angeboten: für 99 statt 179 Euro. Das ist immer noch eine Investition … Aber für ein hochwertiges Sextoy und die zahlreichen intensiven Orgasmen, die es bescheren wird, ist es eine Investition, die sich lohnt. Es ist günstiger als der Womanizer (fast genauso teuer wie der Pro 40 und deutlich günstiger als alle anderen Modelle), viel effektiver und hübscher. Ist das ein Trick, um uns zum schnellen Kauf zu bewegen, oder wird der Preis wieder auf 179 Euro steigen – und wenn ja, wann?
Note finale du test
Les plus
- Erstaunlich wirksam
- Schön
- Wasserdicht und mit gutem Akku
- Aus Silikon
- Intuitive Bedienung
Les moins
- Sein Preis, wenn die Rabattaktion zu Ende ist?















