Der Fun Factory Ocean ist ein kleiner, weicher Vibrator, den die deutsche Marke als Sextoy für Anfänger*innen vermarktet.
Doch das erste Sextoy auszuwählen, ist gar nicht so einfach. Du weißt noch nicht, ob du es lieben und lange regelmäßig benutzen wirst oder ob du es eher so lala findest und dein zukünftiges erotisches Spielzeug schnell wieder links liegen lässt. Und eine schlechte Wahl kann dir die Erfahrung dieses ersten Entdeckens vermiesen und dich davon abhalten, es noch einmal zu versuchen.
Sollte man sich auf die Empfehlungen der Verkäufer verlassen? Das sehen wir uns in diesem Test an.
Verpackung des Sextoys
Die Verpackung ist spartanisch: ein Karton aus dünner Pappe. Ein Aufbewahrungsetui ist nicht dabei, aber das ist bei allen Sextoys der Marke so, auch bei denen aus den teureren Produktreihen.
Das Aussehen des Fun Factory Ocean Vibrators
Der Fun Factory Ocean ist 14 Zentimeter lang, aber nur etwa zehn Zentimeter davon sind einführbar, denn danach folgt eine Art Knubbel, der als Anschlag dient. Dieser Vorsprung kann den Eingang der Vagina stimulieren und ermöglicht außerdem ein risikofreies Einführen in den Anus.
Seinen Namen Ocean verdankt er seiner Form: zwei überlappende Wellen. Er ist nur in einer Farbe erhältlich: Pastellrosa.
Textur und Materialien
Wie alle Sextoys der Marke besteht der Fun Factory Ocean aus reinem Silikon, einem körperverträglichen Material.
Seine Textur ist angenehm: Er ist besonders weich. Allerdings zieht er leider gerne Staub an.
Stromversorgung des Fun Factory Ocean
Ganz oldschool wird der Fun Factory Ocean mit zwei AAA-Batterien betrieben. Batterien sind inzwischen eine ziemlich altmodische Art der Stromversorgung! Es ist ja schön und gut, wenn sich die „Luxus“-Modelle deutlich von denen der Einstiegsklasse abheben sollen, aber Letztere dafür mit Batterien auszustatten, nur um das auch ja zu unterstreichen, ist schon ein bisschen fies.
Zugegeben, es gibt wiederaufladbare Batterien, und ich habe welche zur Hand. Also klipse ich das Batteriefach des Vibrators auf und lege die Batterien sorgfältig ein, eine mit dem Pluspol nach oben, die andere nach unten … Ich fühle mich, als würde ich eine Reise in die Vergangenheit machen.
Um das wieder wettzumachen, ist das Gerät wenigstens wasserdicht.

Wie effektiv ist der Fun Factory Ocean?
Die ganz weiche Textur und die Form des Vibrators sind angenehm. Wenn man den Vibrator nur ein kleines Stück einführt, liegt sein kleiner Vorsprung an der Klitoris an; dringt er weiter ein, drückt seine Spitze gegen den G-Punkt.
Allerdings lässt die Leistung sehr zu wünschen übrig. Ob äußerlich oder beim Einführen – mit diesem Sextoy komme ich nicht auf meine Kosten. Schade: Die Vibrationen schienen eigentlich ganz gut verteilt zu sein, aber es sind einfach nicht genug.
Auch die Reihenfolge der Modi macht es nicht gerade leichter, sich damit zufriedenzugeben. Wenn man zum Einschalten des Sextoys die „+“-Taste drückt, startet es im fünftstärksten Vibrationsmodus. Darüber gibt es nur noch einen weiteren, danach folgen verspielte Modi, die nicht besonders interessant sind. Mit der „-“-Taste kann man nur zu schwächeren Vibrationen wechseln. Im Grunde kann man die Intensität während des Geschehens kaum steigern, und das ist ziemlich frustrierend.
Fazit zum Fun Factory Ocean
Die Pluspunkte:
- Der Fun Factory Ocean ist ein Vibrator aus weichem Silikon, wasserdicht, nicht allzu teuer und ziemlich niedlich.
Die Minuspunkte:
- Meiner Meinung nach fehlt ihm schmerzlich die Leistung.
- Er wird mit Batterien betrieben.
Note finale du test
Les plus
- In sehr weichem Silikon
Les moins
- Mangelnde Power
- Batteriebetrieb
Wenn ich den Fun Factory Ocean 2012, ganz am Anfang des Blogs, getestet hätte, hätte ich ihn sicher für einen netten Vibrator gehalten. Und nicht nur, weil ich damals viel weniger Sextoys hatte und sie deshalb weniger gut beurteilen konnte. Alles in allem ist er gut konzipiert … für ein Sextoy aus dem Jahr 2012. Er ähnelt übrigens ziemlich meinem alten Dolly Dolphin 2. Damals habe ich ihn geliebt! Doch obwohl er noch funktioniert, darf er sich inzwischen wohlverdient ganz hinten in meinem Sextoy-Schrank ausruhen.
Allerdings haben wir inzwischen 2020, und der Fun Factory Ocean ist seiner Zeit ganz schön hinterher. Man könnte argumentieren, dass er deutlich günstiger ist als die luxuriöseren Modelle der Marke. Ja, aber na ja … Er kostet trotzdem fast 40 Euro, und für ein ähnliches Budget kannst du dir einen tollen Vibrator kaufen, ohne dafür einen Sprung in die Vergangenheit machen zu müssen.
Zum Beispiel:
- Den Rabbit Satisfyer Magic Bunny für die doppelte Stimulation von Klitoris und Vagina. Oder irgendeinen anderen Vibrator oder Saugvibrator aus Satisfyers Einstiegsklasse (außer dem Number Two, der mit Batterien betrieben wird). Die Auswahl ist groß, und insgesamt sind die Modelle ziemlich gut gemacht.
- Den My Pleasure von Goliate, einen ziemlich gut konzipierten Vibrator zur Stimulation des G-Punkts, für weniger als dreißig Euro.
Oder du kannst dir unsere Sextoy-Tests ansehen und versuchen, das perfekte Schmuckstück für dich zu finden.




