Mit der Pandemie und der Notwendigkeit, eine Maske zu tragen, sprießen überall neue originelle Maskenkonzepte aus dem Boden. Personalisierte Masken auf Bestellung, Accessoires, die für mehr Komfort an den Ohren sorgen, transparente Masken, mit denen man sein Lächeln zeigen kann usw. … Doch der Innovationspreis geht in dieser Hinsicht an einige Verkäuferinnen von getragener Unterwäsche, die die Höschen-Duftmaske erfunden haben.
Das Prinzip? Eine junge Frau trägt die Maske in ihrem Slip, lange genug, damit sie ihren intimen Geruch annimmt. Dann nimmt sie die Maske wieder heraus, packt sie in einen luftdichten Beutel und schickt sie per Post an den glücklichen Käufer. Der kann dann die Maske tragen und sich so in aller Öffentlichkeit einem kleinen Fetischvergnügen hingeben, ohne Verdacht zu erregen.
Auf Seiten wie Vends Ta Culotte taucht also eine neue Art von „Spezialitäten“ auf: die Höschen-Duftmaske, wahlweise mit „Muschi-Seite“ oder „Arschseite“.
Für Fetischisten, die Burusera mögen, ist die Höschen-Duftmaske eine Gelegenheit, die Einhaltung der Hygienemaßnahmen gegen Covid-19 in einen Moment der Erregung zu verwandeln. Letztendlich ein völlig harmloses Spiel, das niemanden in der Umgebung stört … anders als die Weigerung, eine Maske zu tragen, oder die lästige Angewohnheit, die Nase herausschauen zu lassen!
Die Covid-19-Pandemie – ein Booster für die Libido?
Zu Beginn der Covid-19-Epidemie tauchte Porno mit dem Coronavirus als Thema auf, und Pornhub verzeichnete einen Anstieg bei den Suchanfragen nach diesem Stichwort. Diese Geschichte mit der Höschen-Duftmaske wirft erneut die Frage auf: Ist das Coronavirus ein Libido-Booster? Nicht wirklich, eher das Gegenteil.
Sex und Lockdown
Auch wenn der Lockdown Paare offenbar insgesamt eher einander nähergebracht hat, gilt das auf sexueller Ebene nicht unbedingt. Denn viele saßen mit ihren Kindern zu Hause fest und hatten kaum Gelegenheit für intime Momente. Singles wiederum ließen es nicht krachen, und die meisten fanden sich mit der Enthaltsamkeit ab. Auch die Verkäufe von Kondomen gingen zwischen März und Mai 2020 drastisch zurück.
Gerüchten zufolge soll das Coronavirus die Sextoy-Verkäufe angekurbelt haben. Die Statistiken dazu stammen allerdings nicht aus Umfragen mit großer wissenschaftlicher Sorgfalt, sondern von den Marken selbst. Womanizer behauptet zum Beispiel, seine Verkäufe in Frankreich seien im Vergleich zu den eigenen Prognosen für 2020 um 40 % gestiegen.
Sehr wahrscheinlich handelt es sich dabei schlicht um eine Marketingstrategie, um die Verluste zu begrenzen. Denn für viele hat die Covid-19-Epidemie finanzielle Probleme mit sich gebracht – und das verleitet selten zum Shoppen.
Covid-19 und Swingerleben
Die Swinger-Szene hat es dagegen hart getroffen. Wie gewöhnliche Nachtclubs sind Swingerclubs seit Ewigkeiten wegen Covid-19 geschlossen, und viele von ihnen werden womöglich nie wieder öffnen. Während viele Swinger lieber vorsichtig bleiben, machen einige Unverbesserliche trotz der Risiken weiter. Private Partys finden nach wie vor statt. Und wie man auf Wyylde sehen kann, versuchen einige Clubs, das Gesetz zu umgehen und veranstalten weiterhin Partys (vielleicht, weil sie offiziell als Restaurant oder Sauna gelten?).
Was die Ansteckung angeht, gibt es allerdings keine Wunder. Diesen Sommer verzeichnete das Naturistendorf am Cap d’Agde, der Hauptstadt der Swingerszene, Rekordwerte beim Coronavirus: Fast jede dritte getestete Person fuhr mit einem positiven Ergebnis wieder nach Hause.
Klar weiß jeder, dass Frauen niemals furzen. Aber wenn die Dame das Accessoire tatsächlich 24 oder 48 Stunden am Stück trägt, um es gewissenhaft zu aromatisieren, geben wir doch zu: Ein kleiner, unauffälliger Furz kann schon mal passieren.
Wissenschaftler haben sich sehr ernsthaft mit der Ausbreitung des Coronavirus durch Flatulenzen beschäftigt. Tatsächlich soll die Ansteckung mit Covid-19 über „Aerosole“ erfolgen … und Fürze fallen in diese Kategorie. Nicht alle sind sich in dieser Frage einig.
Luke Tennent, ein australischer Mikrobiologe, fand, dass nichts über ein praktisches Experiment ging, um die Frage zu klären. Also bat er einen seiner gesunden Kollegen, nacheinander in zwei Petrischalen zu furzen. Einmal bekleidet und einmal mit nacktem Hintern. Die Stimmung im Labor muss in diesem Moment etwas seltsam gewesen sein.
Kurz gesagt: Am nächsten Tag war die Petrischale, in die der Furz mit Hose gegangen war, noch makellos, während sich in der anderen Bakterien, die normalerweise im Darm und auf der Haut vorkommen, vermehrt hatten. Daraus schloss er, dass man sich wegen einer möglichen Ansteckung mit Covid-19 durch Fürze keine Sorgen machen müsse: Auch wenn Kleidung Gerüche durchlässt, wirkt sie als Filter für Viren und Bakterien.
Die Höschen-Duftmaske und Fürze
Bei seinen Schlussfolgerungen hatte Luke allerdings nicht an die Höschen-Duftmaske gedacht.
Andere Wissenschaftler halten das Risiko, sich über Flatulenzen mit dem Coronavirus anzustecken, zwar theoretisch für möglich, im schlimmsten Fall aber für verschwindend gering. Jedenfalls wurde es noch nie wissenschaftlich nachgewiesen (zum Glück für die armen Versuchskaninchen …). Wenn du eine Covid-19-Infektion vermutest, ist es im Zweifel jedoch besser, in jeder Hinsicht vorsichtig zu sein und dir nach dem Toilettengang gründlich die Hände zu waschen. Ansonsten ist diese Furzgeschichte eher ein Hype, um den Nutzen von Masken zu bestreiten, als irgendetwas anderes.
Kurz gesagt: Wenn du dich jemals dazu entscheidest, eine Höschen-Duftmaske zu tragen, sind da natürlich wahrscheinlich ein paar Bakterien drin (und ich nehme an, das hast du ohnehin schon vermutet und maximale Hygiene ist nicht das Ziel der Sache). Aber das ist wirklich, wirklich nicht das, womit du dir am ehesten das Coronavirus einfängst.
Die Höschen-Duftmaske und Vaginalflüssigkeiten
Allerdings könnte das Befeuchten die Wirksamkeit der Maske etwas beeinträchtigen. Während die Lebensdauer einer Papiermaske vor dem Mund auf 3 bis 4 Stunden geschätzt wird, hat sich die Wissenschaft noch nicht mit den Auswirkungen von Vaginalflüssigkeiten auf die Filterleistung der Vorrichtung befasst … Man fragt sich wirklich, warum!
Variante: die Sockenmaske
Wahrscheinlich noch geruchsintensiver, aber deutlich weniger unauffällig: Die stinkende Sockenmaske ist eine gewagte Alternative zur Höschen-Duftmaske. Ihre Herstellung erforderte deutlich mehr praktische Arbeit. Sie besteht nämlich aus zwei zusammengenähten Socken, an denen die Erfinderin zwei Gummibänder befestigt hat. Darauf muss man erst mal kommen!
Das gute Stück kostet stolze 300 Euro. In den Kommentaren sieht man allerdings, dass es tatsächlich einen Käufer gab, der mit dem Angebot offenbar rundum zufrieden ist. Hauptsache, alle kommen auf ihre Kosten.
Quellen der in diesem Artikel erwähnten Verkaufsanzeigen für Masken: die Shops von Blackette coquine, Dydyontheslip und Queen Dahlia auf Vends Ta Culotte.




